SCHULBILD

Kinder sollen fit sein - körperlich und geistig

Um das zu gewährleisten, wird das Programm "Voll in Form" in den Schulen eingeführt. Neben verschiedenen Bewegungsübungen im Verlauf eines Schultages zählt dazu auch das Verzehren einer gesunden Pause. Es heißt nicht umsonst „Mens sana in corpore sano“. Das ist ein lateinischer Spruch, der bedeutet, dass „ein gesunder Geist“ nur „in einem gesunden Körper“ wohnen kann. Die Redewendung ist ein verkürztes Zitat aus den Satiren des römischen Dichters Juvenal (60–127 n. Chr.). Wie man eine gesunde Brotzeit zubereitet, finden Sie auf unserer Seite „Gesunde Pause“.

Viele Kinder haben aber gerade am Nachmittag viel zu wenig Bewegung. Sie sitzen vor dem Computer, vor der X-Box oder dem Fernseher. Der Bewegungsmangel in Verbindung mit zu vielem und / oder zu fettem Essen zeigt aber mittlerweile viele negative, gesundheitliche Nebenwirkungen sowohl physischer als auch psychischer Art.

In Deutschland wiegen etwa 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zu viel, so die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA). Das sind insgesamt etwa zwei Millionen übergewichtige Kinder und 800.000 krankhaft Dicke. Die Basis der Daten ist eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI), die so genannte KiGGS-Studie. Bundesweit wurden drei Jahre lang rund 18.000 Kinder und Jugendliche von 0 bis 17 Jahren befragt bzw. ärztlich untersucht. Weitere Informationen dazu finden Sie unter diesem Link.

Ob Ihr Kind zu wenig oder zu viel wiegt, können Sie am Body-Mass-Index erkennen. Dieser Körpermassenindex drückt aus, in welchem Verhältnis das Körpergewicht eines Menschen zu seiner Größe steht. Weitere Informationen gibt auch das gelbe Kinder-Untersuchungsheft Ihres Kinderarztes.

Prof. Dr. Hans-Georg Predel, Sportmediziner und Prorektor der Deutschen Sporthochschule Köln, formuliert die Folgen von Bewegungsmangel für die geistige Leistungsfähigkeit so: „Wir werden träge im Denkprozess, unsere Leistungsbereitschaft sinkt und unsere Aufmerksamkeit lässt beträchtlich nach.“

Auch der Kinderschutzbund hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt. Sein Fazit ist, dass Kinder an sich einen instinktiven Bewegungsdrang haben. Wird diesem Wunsch nach Bewegung nicht nachgegangen, kann es zu mangelnder körperlicher Fitness kommen, zu Haltungsschäden bis hin zu geringerer geistiger Leistungsfähigkeit. Spätfolgen im Erwachsenenalter sind der frühere Beginn von Herz-Kreislauferkrankungen, Rückenleiden und Diabetes.

Dabei gibt es gerade in München zahlreiche Möglichkeiten, diesem natürlichen Bewegungsdrang nachzugeben. Sportliche Betätigung bieten viele Sportvereine. Überlegen Sie mit Ihrem Kind, welche Sportart in Frage kommt und melden Sie es bei dem entsprechenden Verein an. Die Gebühren der Sportvereine sind gar nicht so hoch wie man oft meint. Geeignete Vereine finden Sie unter diesem Link.

Ihr Kind sollte sich überhaupt möglichst viel im Freien bewegen - das kann zum Beispiel ein Fußballspiel am Posseltplatz sein oder das Schlittenfahren am Edekaberg.

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